Woher kommen wir? Diese Frage hat mit Sicherheit jeden schon mal beschäftigt und jeder findet seine eigene Antwort oder macht sich zumindest seine eigenen Vorstellungen (oder auch nicht…). Der Lösung dieses wahnwitzigen Rätsels näher zu kommen, war nicht zuletzt einer der Beweggründe, mich für ein naturwissenschaftliches Studium zu entscheiden. (Das soll nicht vermessen klingen: Ich bin mir sehr wohl bewußt, dass erst die Zeitmaschine erfunden werden muss, bevor diese Fragestellung erschöpfend beantwortet wird!) Trotzdem ist für mich die Wissenschaft ein richtiger Weg. Und die schließt Spiritualität keineswegs aus. Aber das soll jetzt nicht Thema sein.
Die Frage nach dem Ursprung des Lebens beschäftigt natürlich auch Wissenschaftler. Miller und Urey konnten 1953 zeigen, dass sich in einer modellierten Uratmosphäre tatsächlich organisches Material bilden kann. Und zwar in Form von Aminosäuren, wichtigen Bausteinen des Lebens. Dieser Versuch ist längst als das Miller-Urey-Experiment bekannt. Ich fand das ziemlich spannend.
Gestern hat die NASA erste Ergebnisse ihres Stardust-Projekts veröffentlicht, die in eine etwas andere Richtung deuten. Das Stardust Spacecraft hat nämlich 1999 Staub des Kometen Wild-2 im Weltraum gesammelt und die Beute 2006 zur Erde zurückgebracht. Bei der Auswertung wurde die Aminosäure Glycin im Kometenstaub nachgewiesen. Möglicherweise kommen also einige Bausteine des Lebens auf der Erde aus dem All? Vielleicht ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass solche Meteoriten auch woanders eingeschlagen sind? Mir gefallen diese Vorstellungen!
Pressemitteilung der NASA: http://stardust.jpl.nasa.gov/news/news115.html