Luzides Träumen


luzidestraumen Tagträumen macht Spaß. Oder kurz vorm Einschlafen in Gedanken noch kurz Superheld sein und die Familie samt Katze aus dem brennenden Haus retten, bevor man langsam in den Schlaf entgleitet. Mit etwas Glück wird daraus anschließend ein abgefahrener Traum. In den allermeisten Fällen handelt es sich dann um einen TRÜBtraum, den man passiv erlebt. Das KLARträumen dagegen muss man erst trainieren. Wer das so genannte luzide Träumen allerdings beherrscht, dem eröffnen sich ganz neue Welten. Nichts scheint unmöglich. Kurz aus dem Fenster springen und um’s Haus fliegen. Oder sich eine Tür in die Küche wünschen, die direkt in die Turnhalle führt. Zum Üben am Reck oder des Korbwurfs von der Dreierlinie. Luzide Träume werden bewußt erlebt und es kann Einfluss auf ihren Verlauf genommen werden. Im Albtraum zum Beispiel könnte man den ewig schnelleren Verfolger einfach mal zur Rede stellen. Oder den Spieß direkt umdrehen.

Hört sich alles etwas unglaublich an, aber Klarträumen ist tatsächlich eine Wissenschaft, zu der es bereits zahlreiche Studien gibt. Einige Ergebnisse zeigen, dass durch das bewusste Üben motorischer Abläufe im Traum tatsächlich die Leistung im Wachzustand gesteigert wird. Ein weiteres Forschungsfeld ist die Angstbewältigung durch luzides Träumen. Eine nette Zusammenfassung und weiterführende Links/Literatur zum Thema gibts hier.

Ich selbst habe das noch nie erlebt, höchstens mal andersrum (Delirium im vermeintlichen Wachzustand), werde das aber hoffentlich nochmal ausprobieren können. Damit es so weit kommt, soll man sich im Wachzustand übrigens regelmässig fragen: “Träum ich oder wach’ ich?” So lange, bis die Frage verinnerlicht ist und auch im Traum gestellt wird.

via SWR2 Wissen: Heldentaten im Schlaf

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