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Biological Warfare (2)
Natur heißt Überlebenskampf! Dass das für Tier gegen Pflanze gilt, ist längst traurige Gewissheit. Es muss dabei aber nicht unbedingt zerstörerisch zugehen, taktisches Geschick und etwas Talent zum Singen führen auch zum Ziel. Forscher aus Italien und England haben beides bei der Larve des Schmetterlings Maculinea rebeli entdeckt.
Die lässt sich zu allererst einmal von eifrigen Ameisen in deren Bau schleppen. Bevor die fleißigen Krabbeltiere aber nach getaner Arbeit zum kulinarischen Teil des Abends übergehen, produziert die Raupe Duftstoffe. Zack, riecht sie genau wie kleine Ameisenlarven. Und wird eifrig mitversorgt. Sollte der Hunger mal größer sein, fängt sie noch an zu singen, fast so schön wie die Ameisenkönigin höchstpersönlich. Man sollte meinen, dass die Ameisen spätestens jetzt Verdacht schöpfen. Stattdessen gibts für die Raupe aber eine Extra-Königinnen-Portion Futter. Und so hört sich das dann an, wenn Raupe Nimmersatt den Mund mal wieder nicht voll genug kriegen kann:
Schön blöd, die Ameisen. Ich wär nicht drauf reingefallen.