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“Die Erde wird nicht durch schwarze Löcher verschlungen”

… das sind doch ausnahmsweise mal gute Neuigkeiten! Diese frohe Botschaft stammt vom Komitee für Elementarteilchenphysik und will als Antwort auf die Behauptungen von Prof. Otto Rössler aus Tübingen verstanden werden. Dieser befürchtet wegen des bevorstehenden Betriebsstarts des weltgrößten Teilchenbeschleunigers das Ende der Welt.

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Nun ist Physik nicht mein Metier, darum nur kurz: Am 10. September wird der Teilchenbeschleuniger (Large Hadron Collider LHC) der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN in Genf in Betrieb genommen. Es wird als eines oder gar DAS größte Experiment der Menschheit angepriesen. 27 Kilometer lang, 20 Jahre Planung und Bau, 5,5 Milliarden Euro Kosten. In dem kreisförmigen Riesen werden Partikel in entgegengesetzter Richtung beschleunigt und prallen mit definierter Geschwindigkeit aufeinander. Wissenschaftler versprechen sich davon Einsichten in die Entstehung des Universums und die Zustände während des Urknalls. Und eben auch Erkenntnisse über die Natur Schwarzer Löcher. Spätestens seit StarTrek weiß ich, dass mit Schwarzen Löchern nicht zu Spaßen ist. Beruhigend also, dass die Damen und Herren Teilchenphysiker Entwarnung geben!

Gänzlich auszuschließen ist das Szenario eines alles veschlingenden Schwarzen Loches allerdings nicht, nur eben total unwahrscheinlich. Wegen der Gesetzmässigkeiten der Quantenphysik könnten bei den Versuchen am LHC mit etwa gleicher Wahrscheinlichkeit “Drachen entstehen, die uns alle auffressen.” (Dr. Arkani-Hamed, Partikeltheoretiker von der Princeton University in der New York Times)

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Wissenschaft und Kunst

Ernst Haeckel, großer Mann aus dem 19. Jahrhundert, hat 1899 seine Heftreihe “Kunstformen der Natur” veröffentlicht.

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aus Ernst Haeckels “Kunstformen der Natur”

“Bei Haeckel ist die Illustration nicht Ergebnis einer Erkenntnis, sondern die Darstellung einer in der Natur verborgenen tieferen Wahrheit. Natur sei – im Sinne des damaligen Kunstbegriffes – ihrem Wesen nach im Großen wie im Kleinen schön, und der Mensch könne dies, weil eben selbst Teil der Natur, erkennen. [...]
Aus heutiger Sicht liegt das Interessante dieser hundert Tafeln darin, wie die Formensprache einer bestimmten Epoche auf die um detailgetreuen Realismus bemühte bildnerische Gestaltung einwirkt. Haeckels Darstellungen orientieren sich sehr stark an den ornamentalen Formen des Jugendstils, die Natur wird als Arabeske begriffen und präsentiert. Ohne jedoch ins Schematische abzugleiten, führt er uns eindrucksvoll vor Augen, daß es nur geringfügiger Betonungen gewisser anatomischer Strukturen und des entsprechenden Arrangements bedarf, um von der Naturbeobachtung zur Kunstbetrachtung zu kommen.” (heureka! 3/99)

Man könnte auch sagen, dass die Bilder einfach toll aussehen. Hier gibts alle 100 Tafeln als PDF (etwa 270 MB). Danke für den Tip, Thorsten!

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